Wieder geht ein ereignisreiches Jahr zu Ende. Schön, wenn man es im Kreise seiner Lieben ausklingen lassen und neue Kraft tanken kann. Weihnachten ist die Zeit der Besinnung und des Beisammenseins, die Zeit, in der uns vielleicht wieder stärker bewusst wird, wie wichtig Gemeinsamkeit und Zusammenhalt sind.

In diesem Sinne wünscht soulwork eine schöne gemeinsame Zeit mit Familie und Freunden, erholsame Feiertage und einen guten Start ins neue Jahr.

Wir sind ab 7.1.2019 voller Energie wieder für dich da.

Unsere kleine Weihnachtsgeschichte…

Zwischen zwei großen Laufbäumen saß auf einer Bank vor langer Zeit ein Junge. Diese Bank stand vor einem Tempel. Es ging kaum ein Windhauch. Die Bank war aus dem Holz einer roten Zeder geschnitzt und fast über und über mit einer weichen Moosdecke bewachsen. Hier war der Junge umgeben von tiefem Grün und ruhiger Stille.

 

Ein Mönch, der in diesen Bergen lebte, traf den Jungen eines Tages dort an.

 

Als der Mönch den Jungen dort fand, sagte dieser ihm, mit einem traurigem Ausdruck in seinem Gesicht, dass er jeden Tag aufwache und ihm bewusst würde, dass er mit einem Engel zusammen gewesen sei. Da fragte der Mönch den Jungen, warum ihn das traurig mache.

 

Er antwortete: Wenn ich meine Augen öffne, und die Welt um mich herum sehe, ist der Engel weg.

 

Der Mönch fragte, ob er ihm ein wenig über den Engel erzählen könne, und er antwortete: Ich weiß nur, dass ich mit einem Engel zusammen war, aber ich kann mich an nichts anders über ihn erinnern.

 

Der Mönch fragte ihn, was er diesbezüglich nun unternehmen wolle. Nachdem er lange nachgedacht hatte, sprach er: Ich werde hier an dieser Stelle sitzen und meditieren! Bis der Engel wiederkommt.

 

Sehr gut, sagte der Mönch und ließ ihn alleine. Am nächsten Morgen kehrte er zurück und sah, dass der Junge immer noch dort saß. Er hatte die ganze Nacht meditiert. Er war so in seine Meditation vertieft, dass er ihn nicht einmal kommen hörte. So schüttelte er ihn sanft an seinem kleinen Arm, um ihn auf seine Gegenwart aufmerksam zu machen. Als er seine Augen geöffnet hatte, bat er ihn, ihm von seiner Erfahrung zu berichten, und er sagte: Als ich aufhörte auf die Welt zu hören, konnte ich den Engel wieder hören.

 

Er fragte ihn, wie es sich angefühlt habe. Er antwortete: Ich weiß es nicht, ich konnte ihn nicht fühlen.

 

Er erkundigte sich, was er nun unternehmen wollte, und er antwortete: Ich werde hier an dieser Stelle sitzen bleiben und weiter meditieren.

 

Am nächsten Morgen kam er wieder zurück und fand den Jungen immer noch dort sitzend vor.

 

Wieder hatte er ihn nicht kommen hören. Doch diesmal war er so tief in die Meditation versunken, dass er ihn nicht einmal fühlte, als der Mönch ihn am Arm schüttelte. Und so öffnete er mit seinen Fingern seine kleinen Augen. Als er erkannt hatte, dass er da war, fragte der Mönch ihn nach seinen Erfahrungen. Er sagte: Als ich aufhörte, auf die Welt um mich herum zu hören, und aufhörte, sie zu fühlen, konnte ich beides: den Engel hören und den Engel spüren. So fragte er ihn, wie er denn ausgesehen habe. Er sagte: Ich weiß es nicht.

 

Da fragte er ihn, was er nun tun wolle, und er antwortete: Ich werde hier an dieser Stelle sitzen und weiter meditieren.

 

Am folgenden Morgen, kehrte er mit etwas Wasser und Essen zurück und sah, dass der Junge immer noch an derselben Stelle saß. Doch nun meditierte er nicht mehr. Seine Augen waren geöffnet und sein trauriger Blick war verschwunden. Ein sanftes, glückseliges Lächeln hatte sich auf seinem Gesicht ausgebreitet. Er wollte wissen, ob er nun seinen Engel sehen könne. Er Antwortete: Als ich vollkommen aufhörte, die Welt zu hören und zu fühlen, und auch losließ, sie zu sehen, konnte ich endlich den Engel erblicken.

 

So fragte er ihn: Was hast du herausgefunden?, und er sagte: Wenn die Welt gegangen ist, bleibt nur Stille, es gibt nur ein Wesen. Ich habe erkannt, dass ich dieser Engel bin.

 

 

 

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